FeedTraganth
PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Traganth, m., Traganthgummi, n., franz. gomme k. adragante, d'adragant, engl. gum-tragacanth, stammt von verschiedenen Traganthsträuchern(Astragalus tragacantha, Fam. Hülsenfrüchtler). Es quillt aus den Zweigen, namentlich wenn diese verletzt werden, besonders in solchen Gegenden, wo kühle, nebelige, feuchte Nächte mit heißen Tagen jähe wechseln. Man erhält es von Astr. ersticus auf dem Ida u. auf Kreta (wurmförmiger T.), von Astr. verus in Persien, von Astr. gummifer auf dem Libanon (Smyrnatraganth, blätteriger T.), von Astr. aristatus in Griechenland. Es ist weiß oder gelblich, ohne Geschmack und Geruch, kommt in hornartig aussehenden, dachziegelförmig über einander geschobenen Schuppen od. in wurmartig gekrümmten Stücken in den Handel und ähnelt dem arabischen Gummi, löst sich nicht in Wasser, quillt aber darin auf, wobei er wieder Wasser bindet, dient als Bindemittel und zu Appretur von Geweben. Ueber den falschen T. s. d. Art. Bassoragummi.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 360Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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