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BaukunstBau-Lexikon 1881

Türkis, m., frz. turquoise, k., engl. turquois, bl 1 Kalait (Miner.), erscheint nierenförmig, tropfsteinartig u. eng derb. Bruch flachmuschelig. Ritzt Flußspat, ritzbar durch14 Quarz. Farbe Smalte⸗ und Himmelblau ins Grüne. bar Spez. Gew. = 2,3. Scheint an den Kanten durch. Glänzt Bauweise ist die späteste und schwächste Abzweigung des mohammedanischen Stils. Als Mahmud II. nach der Einnahme von Konstantinopel im Jahre 1458 die Sophienkirche zur Moschee einrichten ließ, mußte er seine Zuflucht zuchristlichen Architekten nehmen. Er baute zwar auch einige neue Moscheéen, z. B. 1453 die kleine Moschee bei dem Grabmal des Ejub (Prophet Hiob), der im 8. Jahrh. bei einer Belagerung Konstantinopels gefallen war, in der Vorstadt Ejub, s. Fig. 3404, beide Bauten wurden 1724 erneuert. Aehnliches Schicksal hatte eine anderegrößere, vom Baumeister Christodulos (1465 bis 1469) erbaute Moschee, sowie das 10 die um 1460 er-Kajoussy, Fig. Bugt soweit sie dem Brand von 1876 Bajazet ums Jahr 1482 eine danih die reiche Ausstattung mit antiken Marmorfragmenten berühmte Moschee erbauen; aber alle diese sowie auch die kleineren Moschẽen sind eigentlich nur Kopien der Sophienkirche, wie solche nach der Umwandlung zur Moschee erschien. Deshalb können wir Dauch eine Ansicht der Sophienmoschee füglich als Beispiel für die türkische Kuppel hat denselben Durchmesser wie an letzterer, ist aber n 2m. höher. Die 1605 begonnene, 1608 vollendete Mosch chee v Achmeds I., Fig.3409, ist ebenfalls ein vollständig Wanur= tinischer Central bau, dessen Hauptkuppel, von vier Halbkuppeln und vier kleinen Eckkuppeln umgeben, durch vier riesige Säulen mit Würfelkapitäl getragen wird. Die Minarets sind das einzige Neue, was die Türken der byzantinischen Kirche hinzugefügt. Denn selbst die Details, Arabesken etc. lehnen sich an *** der an. Alle späteren Bauten zeigenein eigenthümliches Gemisch von mohammedanischen Formen auf by-Grundlagen mit halb oder ganz mißverstandenen Formen der Renaissanee oder sogar mit Rococoschnörkeln, so namentlich die Pa- und die alte Walidenmoscher⸗ die neuesten ein Bestreben, alttürkische, gothische und moderne 52—0 zu amalgamiren, so z. B. der Palast Tscheragan, s. Fig. gehört, wührend andere Bauten, z. B. die neue Validen-HEIDELBERG O Universitäts dersuchen. stoneé, s. Oelstein u. Schleifstein.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 382Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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