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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Verhältnissen bilden die Eigenschaften der neuen V. einen Uebergang zwischen denen der einzelnen Bestandtheile. Eine V., nach festen Verhältnissen gebildet, charakterisirt sich namentlich auch dadurch, daß sie unter verschiedenen Umständen, auf nassem od. trockenem Wege, bei wechselnder Temperatur, Druckre. dargestellt, stets dieselbe Zusammensetzung zeigt, während die Veen der andern Art, je nach Umständen, bei Aenderung der Temperatur, des Druckes, bei Einwirkung von Lösungsmitteln etc., Aenderungen in ihren Zusammensetzungsverhältnissen erkennen lassen. Endlich unterscheidet man noch festere u. lof erechemische Vien, oder je nachdem zwei, drei oder mehrere Elemente in die Zusammensetzung einer V. eingehen, binäre, ternäre etc. Vien. Nach der Anzahl der Bestandtheile unterscheidet maneinfachereu. komplizirtere V.en; stübr. d. Art. Verwandtschaft, chemische. — 2. s. v. w. Verband. Derbindungsgallerie, f., s. d. Art. Quergallerie. Verbindungsgraben, m., s. Batteriebau. Verbindungsholz, u., eines Floßes, s. Querriegel. Verbindungsmaschine, k., s. Zwischenmaschine. Verbindungsmaterialien, n. pl.,s. Baumaterialien B. Perbindungsstuhl, m. (Eisenb.), s. Stoßstuhl. verblasen, adj., 1. franz. etfumé, engl. diluted, ital. sfumato (Mal.), in den Umrissen und Einzelheiten verwischt gemalt, so daß dieselben wie in Nebel gehüllt erscheinen. — 2. Von Metallen s. v. w. gefeint, raffinirt. Verblattung, f., 1. frz. assemblage m. par feuillure, engl. scarving, hieru. da fälschlich Verplattung geschrieben; s. d. Art. Anblattung, Aufblattung, Holzverband B. 2. a., Eisenverbände A. 8. 10. 12. 14. Die in Fig. 3465 dargestellte heißt falsche Verblattung. — 2. (Schiffb.) s. d. Art. Schraubenfügung. verbleichen, verblassen, frz.se déteindre, engl. to fade, die Veränderung im Ton der Malerei, wenn deren Farben von der Luft ausgezogen und blässer werden, s. abblassen. Verbleiung, f., 1. frz. résille, engl. leading, Fassung der Fensterscheiben (s. d.) in Blei. — 2. frz. plombage, engl. leading, die Vergießung von in Stein eingesetztem Eisen mit Blei. — 3.(Hütt.) das Schmelzen des Rohsteins mit Bleiflußmittel. verblenden, trs. Z., frz. reystir, parer, engl. to face, 1. s. v. w. bekleiden (. d. u. anblenden). — 2. Durch eine schwache Wand oder dergl. verstecken. — 3. Mit Bretern verschalen. — 4. Verblendete Wand ist eine miteiner massiven Mauer von ½—1 Stein Stärke auswendig verkleidete Fachwerkswand, wobei die Steine mit in die Fache der Holzwand eingebunden werden. Verblendungsfaschine, f. s. Festungsbau. Verblendungsstein, verblender, m., frz. pierre de parement, engl. facing-stone, besserer Stein, zur Fertigung der Außenfläche einer Mauer, die unbeputzt bleiben soll. Serdohen, trs. Z., frz. enelaver (Zimm.), mittels gebohrter Löcher und hineingeschlagener hölzerner Nägel zwei Zimmerstücke mit einander verbinden. verbolyen, trs. Z., frz. cheviller, boulonner, engl. bo bolt, Verbindung zweier Hölzer durch eiserne Stäbe oder Bolzen; s. d. Art. Holzverband B. 2. a. Verbo, m., lat., s. v. w. Ambo, Pulpirum, Kanzel etc. Verboquet, virebouquet, m., frz., Lenkseil. verbrümen, trs. Z., österr., s. v. w. ausfugen mit Eisena feilspanmörtel, worauf dann mit einem Eisen gerieben nwird, bis die Fuge schwarz glänzt. „verbrechen, trans. Z., franz. écorner, engl. to blunt, s. d. Art. Abfasen, Abkanten, Abgradung. „Verbrennen, u., des Kalks, s. d. Art. Kalk, des Stahls, s. d. Art. Stahl etc. „Verbrennungsprozeß, m., s. d. Art. Brennstoffe, Heinverbunden, adj. (Zimm.), durch Abbinden hergestellt; so heißt z. B. verbundene Kreuzholzzarge eine aus tKreuzholz abgebundene, für stärkere Wände gebrauchte nThürzarge; verbundene Rüstungen sind Gerüste (s. d.), welche aus Rähmen, Riegeln, Säulen wie beim „Fachwerksbau bestehen; sie werden gebraucht, wenn ge9wöhnliche Stangengerüste die schweren, aufzuwindenden „Baustücke nicht tragen würden. moulding, Bekrönung; s. Fensterverdachung, Thürveredachung, Ueberschlagsims, Abfrieren etc. Verdäümmung, f., 1. franz. cuvelage, engl. tubbing, „s. d. Art. Grubenbau u. Schachtzimmerung. — 2. s. d. Art. Form und Gußform. — 3. frz. barrer un cours d'eau, retenir, arréter les eaux, engl. to dam-up, to pen-up, s. d. Art. Damm, Strombau, Flußregulirung re. Verdampfung, k., franz. éVvaporation, durch Hitze erzeugte Verdunstung des Wassers, wenn dabei Dampf gewonnen wird, s. d. Art. Dampfkessel und Wasser. Verde-antico, m., ital., frz. vert antique, Marmorart, schwärzlichgrün mit hellen und dunklen Flecken; s. d. Art. Marmor. Die Alten bedienten sich seiner zu ornamentalen Skulpturen. Ueber die Nachahmung des verde antico s. Imitation. Verdeck, n., frz. pont, m., engl. deck, s. d. Art. Schiffbau. Große Schiffe haben auch 3—2 Vie und heißen dann Zweidecker, Dreidecker. Ist nur über einem Theil des Schiffes die Bedeckung, so nennt man es halbverdeckt, halbes B., halbes Deck. nerdecktes Gesperre, n. in eine Kapseleingeschlossenes Sperrrad. verdecktes Schloß, n., s. v. w. Kastenschloß. Verdichtungspfahl, m., s. Grundbau II. A. 4. verdielen, trs. Z., s. v. w. bedielen. Verdillon, m. frz., der Geisfuß, Kuhfuß, die krumme Brechstange. Verdingung, k. einer Arbeit, franz. kortait, accord, tache, engl. letting-out in contraot, bargain, tutwork, s. d. Art. Akkord. Verdit, Vert-de-gris, frz., engl. verdigris, Grünspan. Verditer, s., engl., s. Bremer Grün, blue V.,s. d. Art. Bremer Blau. Verdoppelung, k. 1. frz. doublage, engl. sneathing, verdoppelt, adj., franz. doublé, engl. sheathed, heißt bei Tischlern und Zimmerleuten s. v. w. aus doppelten Bretlagen gearbeitet; verdoppelte Thüre, s. d. Art. Thüre, Doppelthüre 2. und Blindthüre. — 2. (Schiffb.) s. v. w.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 415Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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