Chaptalisieren heißt eine Methode der künstlichen Weinverbesserung nach ihrem Erfinder, dem franz. Chemiker ulchen (. d.). Sie besteht darin, daß man in solchen Jahren, wo die Traube nicht gehörig gereift ist und infolge dessen ein übermaß von Säure besitzt und Mangel an Zucker hat, den Den fenhend auf die richtige Menge reduziert und den fehlenden Zucker zusetzt. Ein normaler Tanbenuglt enthält im Liter 6g Weinsäure und durchschnittlich 200g Zucker. Wenn nun aus unreif gebliebenen Trauben gekelterter Most im Liter 9g Säure und nur 150 g Zucker enthält, so wird daraus notwendigerweise nur ein saurer, nicht feuriger Wein werden können; bringt man aber Säure und Zucker in das richtige Verhältnis, so ist aus solchem Moste, wenn zwar machen., Dies so doch ein sehr trinkbarer Wein zu machen. Dies kann so geschehen, daß man auf je 3g Säure lÜber-Marz 2 g auf das feinste gepulverten, staubfeinen Marmor zufügt und so viel Zucker in dem Moste löst, bis dieser an der Mostwage den gewünschten Gehalt zeigt. Das Marmorpulver ist kohlensaurer Kalk, dieser neutralisiert einen entsprechenden Anteil der vorhandenen Säure und wird dabei als gänzlich unlöslicher weinsaurer Kalk abgeschieden, soda von dem zugesetzten Material nichts in dem fertigen Wein zurückbleibt. Nach dem deutschen Nahrungsmittel-Verfälschungs-Gesetz ist zwar das C. nicht verboten, aber der so behandelte Wein darf nicht anders als mit der Bezeichnung «Chaptalisierto oder „Kunstwein » in den Handel gebracht werden.