Vingerhoed, holl., Fingerhut, s. Mäß. Sitstsbibliothe4 Heidelberg I Piole, k., s. v. w. Fiale, doch auch Kreuzblume; s. d. Art. gothischer Stil, Fiale, Spitzsäule re. Violett, n., frz. Couleur violette, engl. viole-oolour, violet-blue, Lila, Blauroth, Veilchenblau. 1. Violette An. strichkarben. Das V.wird am häufigsten durch eine Mischung von Roth und Blau dargestellt, indessen liefern diese Farbe unmittelbar der Purpur des Cassius, auch Goldpurpur genannt, die violetten Eisenoxyde und die violetten Lacke. Letztere sind nicht dauerhaft. Eine schöne violette, sehr dauerhafte Forbe läßt sich durch eine Mischung von Krapplack und Ultramarin herstellen. Die billigere Mischung von Karminlack und Berliner Blau wird, äußerlich angewendet, sehr bald schmutzigblau, weil der Karminlack sich verflüchtigt und das Berliner Blau entblößt. Der violette Lack und der Purpur des Cassius (ein Gemenge von in Königswasser gelöstem Gold mit Zinnoxyd u. 7bis 8s% Wasser) lassen sich am leichtesten reiben, am schwersten das violette Eisenoxyd; dasselbe deckt u. trocknet am besten, hat aber das wenigste Färbevermögen, der violette Goldpurpur des Cassius dagegen das meiste; der violette Lack deckt und trocknet am schlechtesten. Chinolinblau läßt sich durch Zusatz von etwas mehr Natronlauge in V. überführen. Auch aus Anilin bereitet man violette Farbe, ebenso aus Vinitronaphthalin, s. d. Art. Naphthalin 2. u. Antimon. — 2. Dee Holzbeizen, s. d. Art. Beize B., 47.— 51. — 3.Meseize anf Elfenbein, s. Beize D. 77. — 4. V.e Schmelz. farbe, s. d. Art. Email. — 5. Ueber die heraldische Darstellung des V. s. d. Art. Hexaldik VII. — Ueber den vloletten Marmor s. Marmor 24.