Vorherd, m., 1. (Wasserb.) der vordere Theil einer Arche, welcher um etwa ½3 seiner Länge nach dem Hauptfachbaum zu ansteigt; auch in den Seitenwänden wird er weiter (etwa um ¼) angelegt, damit das Wasser in allen drei Begrenzungen kräftig in die Arche treten kann. Der vordere Grundbalken wird immer durch eine Spundwand geschützt. — 2. frz. avant-ereuset, engl. fore-hearth, bei Hochöfen (s. d.) die Vertiefung, worin sich beim Abstechen Rohstein und Werkblei sammeln; s. Stichherd. — 3. engl. breastpan, beim Frischherd etc. der offene Herd, in dessen vertiefte Oberfläche die geschmolzene Masse, resp. die Schlacke, durch das Schlackenauge aus dem Ofen läuft.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 435Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei