FeedSteinzerkleinerungsmaschine
TechnikBau-Lexikon 1881

Steinzerkleinerungsmaschine, k., auch Knachwerk, Backenquetsche, Backenpresse gen., erfunden 1858 von Ely Whitney Blake, s. Fig. 3262, beruht auf dem System der Kniepresse. Ein starker Hebel a hat in d seinen Stütz⸗ und Drehpunkt, während sein anderes Ende durch eine Zugstangeemit einer Kurbelwelle mverbunden ist, auf welcher zwei kleine Schwungräder 8 und eintretenden Falles eine Riemenscheibe oder sonstige Vorrichtungen zur Kraftübertragung befindlich sind. Auf dem Hebel, nahe an dessen Drehpunkt, ruht ein starker Bolzen, an dessen Kopfe zwei Hebelarme k, krihren Stützpunkt finden; der eine Hebel K² stemmt sich gegen einen festen Riegel g, der andere gegen den Quetscher h, der in wals Schwinge aufgehängt ist. Wird der Hebel a angezogen, so wirkt er durch den Bolzen in den aus ku. ke gebildeten Kniehebel. Da ki einen festen Widerstand findet, so kann bei der Streckung des Kniehebels ein Ausweichen nur in der Richtung nach dem Quetscher herfolgen, welcher dadurch gegen die ihm gegenüberliegende feste Wand k geschoben wird und Alles, was sich in dem Zwischenraum zwischen hund k befindet, mit großer Kraft zerdrückt. Nach vollendetem Ausschube zieht beim Rückgang des Hebels eine Gummifeder 1 den Quetscher zurück Der Stützpunkt g für den Hebel kann durch einen Keil verstellt und dadurch der Zwischenraum zwischen hund K innerhalb gewisser Grenzen verändert werden. Auf die angreifenden Flächen der Wand ku. des Quetschers hsind gerippte Platten geschraubt. Alle in Vorstehendem beschriebenen Maschinentheile finden ihre Auflagerung in einem starken gußeisernen Rahmen &, der vorn durch die; Wand K geschlossen ist. Die Bedienung der Maschine besteht aus vier Mann, welche pro Tag 60 000 Kg. Kalksteine zu zerkleinern im Stande ist. Bruchstücke von 6000 bis 9000 cem. Größe, der Maschine übergeben, werden von dieser in Stücken von 600 - 750 Cm. Inhalt wieder zurückgeliefert, wobei sie den Kraftaufwand von 6—7 Pferdekraft erfordert. Sie ist neuerdings vervollkommnet Fig. 3261. Hugons Feuersetzmaschine. worden u. erscheint nun meist in der Form von Fig. 3263; hier ist a der kastenartige Gußeisenrahmen, b der feste gerippte Backen, e der um die Achse d drehbare; letzterer empfängt die schwingende Bewegung durch die mit der Umtriebswelle e mittels Excentrik verbundene Zugstange k, indem diese bei der Rotation von e auf⸗ und niedergeht u. durch die Zwischenplatten ggeinerseits mit dem Stellapparat h, anderseits aber mit c verbunden ist. Diese Maschine zerkleinert bei 10 Pferdekräften stündlich 5000kg. auf Wunsch außen und innen glasirt, auch Essendeckel, spez. Gew. beträgt 2,16, das Material wird von Apatit leicht, von Feldspat deutlich angegriffen, von 20prozentiger Salzsäure nicht alterirt, verträgt bedeutende Temperaturveränderungen. Die Bruchfestigkeit beträgt im Mittel 122 kg. pro Quadrateentimeter. Beide Fabriken liefern auf Verlangen vorher probirte Röhren re. Bteinzinkoryd, u., f. d. Art. Anstrich 90.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 269Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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