Washer, s. engl., 1. Unterlegscheibe, das Bolzenblech, Mutterblech. — 2. Der Halbzeugholländer, s. Holländer. Wahs-floor, s., engl., der Aestrich; w.-upon laths, der Schwebästrich; venetian wW., Terrazzo, Battuta (s. d.). Masser, u., frz. eau, f., engl. wrater, ital. acqua, span. agua. Das reine W., das destillirte W., besteht aus 2 Vol. Wasserstoff und 1 Vol. Sauerstoff, oder dem Gewicht nach enthalten 100 Th. W. 89 Th. Sauerstoff u. 11 Th. Wasserstoff; es hat weder Farbe, Geruch noch Geschmack; seinen Siede⸗ und Gefrierpunkt bestimmen bei 760 wum. Barometerstand die Normalpunkte des Thermometers; s. d. betr. Art. Beim Gefrieren dehnt sich das W. aus; als Dampf von 100 O. nimmt es ungefähr den 1700fach größeren Raum ein als im flüssigen Zustand. Das W. wird als Einheit für das spez. Gew. der Körper angenommen; bei 0e ist es etwa 770mal schwerer als trockene Luft. 1 reines W. von + 4C. wiegt 1 kg., 1 preuß. Kubikfuß 61, Pfd. = 30/% Kg.; 1 sächs. Kubikf. 45, Pfd. 22,½ Kg. Die Dichte des Wis ist bei — 4 (genau eig. bei 3,5%) am größten. Setzt man das Volumen des W.s bei —4 I, so ist das Volumen bei 0² 1,012, bei + 5 = 1,00; bei 8 16011. Setzt man dagegen das Volumen des Wis bei 0²⸗ 1, so ist es bei + 4 = 0,38/ bei + 0.9999/ bei 100 = 1,42. Das W. gefriert bei 0 unter Freigabe von Wärme; 1 Pfd. Eis von 0e giebt, mit 1 Pfd. W. von 79,, gemengt, 2 Pfd. W. von 0. Das Eis ist leichter als W., indem dieses sich beim Uebergang in Eis stark (fast um /¾1) ausdehnt, daher auch Gefüße, die mit W. gefüllt sind, beim Gefrieren des Wes zersprengt werden. Der Siedepunkt des Wis steigt bei erhöhtem und fällt bei vermindertem Druck. Bei 760 m. Barometerstand siedet es bei 100° C., bei 733 m. Druck bei 99² O., bei 707 mm. Druck bei 98° O., bei 424 mm. Barometer auf dem Montblanc bei 84, C. — Das W., wie es in der Natur vorkommt, ist kein reines W., sondern enthält neben verschiedenen gasförmigen Körpern (Sauerstoff, Stickstoff, Kohlensäure etc.) sehr wechselnde Mengen anderer Substanzen aufgelöst. Am wenigsten aufgelöste Stoffe enthält das Regenwasser, weit mehr das W. der Flüsse, Sẽen und Quellen, welches man im allgemeinen süßes W., frz.e³úν douce, eau potable, engl. fresh water, drinkable water, nennt. Das Meerwasser enthält so viel Kochsalz u. Magnesiasalze, daß es widerwärtig salzig schmeckt. Das W. der Erde bedeckt ungefähr / der Erdoberfläche, und die gesamte Wassermenge betrügt nach Berghaus /„ von dem Kubikinhalt der Erde. Von der Erdoberfläche steigen namentlich in den tropischen Gegenden fortwährend große Massen dampfförmigen Wis in die Luft. Diese Wasserdämpfe werden von dort durch die Winde nach allen Richtungen über den Erdball verbreitet; durch Abkühlung dieser Dämpfe entstehen Wolken, Regen, Thau, Schnee u. dgl. andere Niederschläge, welche wieder auf die Erdoberfläche zurückfallen, so daß also das W. immer von neuem den Erdritzen und, dort Quellen und Brunnen bildend, den Bächen, Flüssen, dem Meere etc. wieder zugeführt wird. Wenn das Regenwasser von der Oberfläche der Erde in dieselbe eindringt, so nimmt es die verschiedenen löslichen Bestandtheile der Erdrinde auf; dieselben bestehen je nach der Oertlichkeit aus Kalk⸗, Magnesia⸗ und Natronsalzen; namentlich findet man kohlensauren und schwefelsauren sbibliothek Heidelberg I Kalk häufig aufgelöst durch die im W. gelöste freie Kohlensäure. In technischer Beziehung unterscheidet man nach dem Salzgehalt harte und weiche Wässer. Das harte W., franz. oau orue, dure, engl hard water, ist salzreich, das weiche, eau douce, engl. sOkt Waber, salzarm. Der Doblengehal der Quellwü sser ist sehr verschieden; er ist größer als der des Flußwassers 28, weil letzteres durch Wer Verweilen an der Luft die Kohlenfäure zum Theil abgiebt. Durch diese Kohlensäureabgabe wird ein großer Theil des gelösten kohlensauren Kalkes abgeschieden; das Flußwasser ist dah. weicher als die meisten Brunnenwässer. Um hartes W., das zu mancherlei Zwecken nicht mit Vortheil benutzt werden kann, weich zu machen, wäre das beste Mittel die Destillation; allein in den wenigsten Fällen ist dieselbe praktisch vortheilhaft. Zu sehr vielen Zwecken genügt längeres Kochen, man entfernt dadurch die gelöste Kohlensäure u. mit ihr scheidet sich viel kohlensaurer Kalkab. Umzu technischen Zwecken hartes W. weich zu machen, giebt man neuen Zusatz von Kalkmilch, man kocht das W. unter Zusatz von etwas kohlensaurem Baryt auf. Auch ein Zusatz von Soda kann dem W. die Härte benehmen. Zur Entfernung der in stinkendem W. aufgeschwemmten ungelösten Theile, Farbstoffe, Miasmen, organische Körper etc., ist die Kohle ein vortrefflich es Mittel, da sie in hohem Grad die Eigenschaft besitzt, organische Stoffe in ihren Poren zu verdichten und unlöslich zu machen. Die Kohlenfilter (s. Wasserfilter) sind deshalb sehr praktisch. In der Technik wird das W. höchst manchsach angewendet, beim Bauen bes. zu Bereitung des Mörtels, der Wasser⸗ u. Leimfarben; s. d. betr. Art. Ueber die Anstalten zu Abhaltung des W.s von den Wohnungen s. d. Art. Dach, Abschrägung, Abtraufe, Abzugskanal, Fallrohr etc. Ueber die Herbeischaffung des W.s zum Gebrauch für Menschen u. Thiere s. d. Art. Aquädukt, Arabisch, artesische Brunnen, Brunnen, Cisterne, Pumpe, Röhrwasser etc. Ueber die Befreiung des Terrains vom W. f. d. Art. Entwässerung, Deich, Damm, Drainageetc. Ueber die Herzuschaffung auf Felder, Wiesen etc. s. d. Art. Bed. Art. Pumpe, Ventilation, Heizung, Dampf, Pantano, Fluß, Teich, Fischteich, Ständer, Capillarität etc. etc. zu an einem Deich (s. d Abzugskanal, Entwässern, Sumpf, Trockenlegung