FeedWasserstiefel
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Wasserstiefel, m., s. d. Art. Pumpe und Stiefel. Wasserstoff, w., frz. hydrogène, m., ist einer der beiden Bestandtheile des Wassers. Er ist ein gasförmiges Element, welches sich aus dem Wasser darstellen läßt, indem man den Sauerstoff durch einen oxydirbaren Körper entfernt. Dies kann geschehen durch rothglühendes Eisen (man leitet Wasserdampf durch ein rothglühendes Eisenliglit / mothes 188456d4/0474 EK Heidelberg DFC rohr), durch Kalium, Natrium etc. bei gewönlicher Temperatur; durch Zink, Eisen etc. bei gewöhnlicher Temperatuunter Zusatz einer Säure (Schwefelsäure oder Salzsäure) Das Wasserstoffgas ist der leichteste von allen Körpern es ist etwa 14 mal leichter als die Luft und hat ein spez Gew. von 0,3926. Der W. verbrennt mit nicht leuchtender bläulicher Flamme zu Wasser. Mit Sauerstoff gemeng giebt er das explosive Gasgemisch, Knallgas (s. d.). In der Natur findet sich dieses Gas sehr selten frei vor, woh aber findet es sich als Bestandtheil in jedem Thier⸗ und Pflanzenkörper. Die Anwendung desselben ist bis jetzt eine sehr beschränkte geblieben. Man verwendet es nur zur Erzeugung eines starken Lichtes, des sogen. Drummondschen Kalklichtes, zu dem Döbereinerschen Platinfeuerzeug und bei den Knallgasgebläsen zu Erzeugung einer hohen Hitze. Man hat vielfach versucht, das Wasserstoffgas zur Heizung anzuwenden, aber bis jetzt ohne praktischen Nutzen.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 464Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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