Winde, k., I. (Masch.), franz. guindas, m., guindal, guindeau, m., guindoule, f., engl. windlass, lat. windasium, sucula. Im Bauwesen kommen folgende vor: 1. Wagenwinde, Fuß⸗ oder Stockwinde, auch Handwinde genannt; s. d. Art. Fußwinde. — 2. frz. vindas, Cabestan, engl. capstan, stehende W.oder Erdwinde; s. d. Art. Erdwinde u. Göpel. — 3. frz. treuil, bour, engl. Phim, liegende W. oder Haspel (s. d.). — 4. Windebock, frz. engin, m. chevre, f. engl. gin zum Aufziehen schwerer Lasten auf eine große Höhe; besteht aus zwei übers Kreuz gelegten Schwellen und senkrechten Stielen. Auf dem oberen Rahmstück sind auf Walzen beweglich zwei Balken mit den Rollen angebracht, über welche die Taue von Flaschenzügen gehen. Beim Aufwinden wickeln sich die Taue um einen an zwei Stielen angebrachten Kreuzhaspel, der von Menschen gedreht wird. Damit nun die Last frei an einer bestimmten Stelle in die Höhe geht, werden vor die Walzen während des Aufwindens zwei Keile gesteckt. Fig. 3539 und 3540 stellen einen vom Ritter von Lasser zu Klause in Tirol zuerst angewendeten verbesserten Windebock zum Seitwärtsschaffen und Aufladen von Hausteinen dar. II. (Glas.), s. v. w. Streifen im Glas.