ziegel ist das Unterlegbret, welches die obere Seite des Dachsteins bilden soll, mit den gewöhnlichen flachen Wasserrinnen versehen u. mit Scharnierbändern an dem kupfernen Formrahmen befestigt. 12 mm. von einander sind an beiden Enden je zwei Knöpfe symmetrisch angebracht. Bei der Größe der Form ist auf das Schwinden (s. d.) gerechnet; sie besitzt unten einen 10 cm. langen Stiel und oben eine Spitze, beide sitzen zwischen den angegebenen Knöpfen. Der Rahmen ist 6mm. stark, 12 mm. hoch, an der innern Seite polirt. Von gleicher Größe mit dem Unterlagbret ist das Deck- oder Preßbret; es erhält Vertiefungen an beiden ss in die Oese eines Bolzens, der ᷑Iö durch den Trethebel geht, u. oben liegt in 2 Pfannen zwischen 2 Füßen des Streichtisches auf einem Bolzen u. die Preßzange ist so angebracht, daß die Bewegung des Hebels den nöthigen Spielraum verstattet, um die Zange leicht zurückzulegen und stark mit derselben pressen zu können. Es kann das Ende des Hebels, auf welsches getreten wird, 1,½%½ 1,½% m. lang sein, dabei muß aber das andere Ende so viel Uebergewicht haben, daß der Hebel von selbst zurückfällt u. die Zange löst, wenn der Arbeiter vom Trethebel herabsteigt. Neben dem Trethebel steht eine Handstütze für den Arbeiter. Daß sich der starkgepreßte Lehm zuweilen fest an Breter und Form hängt, sucht man durch zwischengelegten Filz, Leder oder Leinwand zu vermeiden; den an die Formzarge angehängten Stein löst man, indem man mit einem Pfriemen rundum fährt.