Ziegelpresse, k. a) um aus trockenem Thon Ziegelwären zu fertigen. Hierbei ist das Wesentlichste das Trocknen des gegrabenen Thons u. Verwandlung desselben in Pulver; durch beträchtlichen Druck stellt man die verlangte Form her und erhält so die rohe Thonwäre, die dann gebrannt wird. Die gebräuchlichste Art der betreffenden Mas chinen erzeugt Steine ohne Unterbrechung; dem Thonpulver wird der Druck stufenweise gegeben, wobei die Luft vollständig genug ausgetrieben wird, so daß die Vereinigung durch Kontakt zu Fabrikation der gemeinen Thonwären, wie Mauer⸗ und Dachziegel, genügt. Die Maschine besorgt zugleich das Füllen der Formen mit Thonpulver und das st Wegschaffen der gepreßten Steine. Die Kraftanlegung geschieht mittels einer Schraubenpresse oder einer hydraunlischen Presse, da es darauf ankommt, den Druck nur allmählich anzuwenden, damit die Luft Zeit hat, aus der hThonform zu entweichen, bevor die vollständige Kompression erfolgt; da ferner durch ein Schwungrad eine Presse knicht so genau zu reguliren ist, daß sie am Anfang nur neinen sanften, allmählichen, später aber verstärkten Druck bei kontinuirlicher rotirender Bewegung ausübt, nachher aber die Verdichtung mit beschleunigter Geschwindigkeitu. gesteigertem Druck vollendet, während Füllung und Entäleerung der Form ununterbrochen vor sich geht. b) Um aus „wenig feuchtem Thon Ziegel zu formen. Es wird dabei der Stein fester und dichter, bei magerem Lehm scharfkantiger, regelmäßiger etc.; auch trocknen gepreßte Ziegel schneller, werfen und verziehen sich weniger als gestrichene, da hierbei der Thon feuchter sein muß, zu wenig und zu ungleichförmig zusammengedrückt werden kann. Bei größerer Ausdehnung der Fabrik bringt man vier dergleichen Preffen an den Ecken eines großen, mitten im Trockenschuppen stehenden Streichtisches an. Eine dergleichen Presse gaben wir im Art. Form, in Fig. 1755. Bei Pressen für Dach⸗