FeedGisors
ErdkundeBrockhaus 1882

Gisors, Stadt im franz. Depart. Eure, Arrondissement Les Andelys, an der Epte und an der Linie G.⸗Beauvais der Französischen Nordbahn, sowie an den Linien Paris-Pontoise-Dieppe, G.⸗ Pacy-sur-Eure und G.⸗Pont de l Arche der Wesibahn, ist Sitz eines Friedensgerichts, hat eine fünfschiffige Kirche mit schönem Portal, Glasmalereien und Skulpturen, ein Schloß aus dem 12. Jahrh., Baumwollspinnerei, Leinweberei, Bleicherei, Gerberei, Getreide⸗, Loh- und Sägemühlen und zählt 1. 3590, als Gemeinde 4047 E. Die Stadt, mittellat. Gisorz, gehörte ursprünglich zu dem zur Normandie gehörigen Teile des Pagus Vilcassinus (Vexin normand). Bei G. besiegte 1195 Richard Löwenherz die Franzosen. Die ehemalige Grafschaft G. wurde 1566 dem Herzog ranz von Alencon, 1710 dem Herzog Karl von erry als Comte-Pairie übergeben, kam 1714 wieder an die Krone und wurde 1742 Herzogtum. Vgl. Charpillon, 46. et son cantono (Andelys 1867).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 61Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 5

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6