FeedGitterpflanze (Ouvirandra fenestralis)
PflanzenreichBrockhaus 1882

Gitterpflanze (Ouvirandra fenestralis), eine zur Familie der Najadeen gehörige, auf Madagaskar wierh, uicht Pflanze. Sie wird im Warmhause kultiviert, nicht sowohl ihrer Blüten wegen, welche mit denen des verwandten Aponogeton übereinstimmen, als wegen ihrer im Wasser untergetauchten länglichen Blätter, bei denen das Zellgewebe dergestalt resorbiert ist, daß die Mittelrippe mit den parallel laufenden Rerven und den diese verbindenden Adern etwas einem Siebe, Gitter oder zierlichen Spitzengewebe Ahnliches darstellen. Eine andere ähnliche Art oder Abart (O. Bernierana) hat ähnliche Blätter, bei denen aber das Füllgewebe bisweilen gar nicht, oft nur teilweise schwindet. Beide Pflanzen können nur in reinem, beständig erneuertem, auf eine Temperatur von 20 bis 25 C. gebrachtem Wasser leben. Gindecca, eine zur Stadt Venedig gehörende Dnsn im Adriatischen Meere, im S. der Stadt geegen und durch den Canale della G. von dieser getrennt. Auf ihr liegt die berühmte Kirche II Redentore. Gindiei (Paolo Emiliani), ital. Litterarhistoriker, geb. 13. Juni 1812 zu Mussomeli in Sicilien, widmete sich dem Studium der Litteratur, lebte längere Zeit in Florenz und wurde 1848 zum Professor der ital. Litteratur an der Universität zu Pisa ernannt, welche Stelle er jedoch beim Eintritt der polit. Reaktion nach wenigen Monaten wieder verlor. Er widmete sich nun ganz schriftstellerischen Arbeiten und histor. Studien, bis ihm die nationale Wiedergeburt Italiens zu einer dauernden öffentlichen Anstellung als Professor der Asthetik und Sekretär an der Akademie der schönen Künste zu Florenz verhalf. Im J. 1867 wurde er ins Parlament gewählt. Er starb während einer Reise nach England zu Turnbridge 8. Sept. 1872. G. schrieb: „Storia delle belle lettere in Italia (Flor. 1845; später unter dem Titel «Storia della letteratura italianav, 2 Bde., Flor. 1855, 3. Aufl. 1863), Compendio della storia della letteratura italiana (Flor. 1851; 2. Aufl., Mail. 1861), Storia del teatro in Italiap (Mail. 1860; 2. Aufl., Flor. 1869, unvollendet), Storia dei comuni italianip (Flor. 1851; 2. Aufl., 3 Bde., Flor. 1866), den Roman „Beppe Arpias (Flor. 1851). Auch übersetzte er ins Italienische Macaulays 4«Geschichte von England v (2 Bde., Flor. 1856; 2. Aufl. 1870). Vgl. „Biografia di Paolo E. G.v (Flor. 1874).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 62Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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