Glaskopf (wohl aus Glatzkopf entstanden), alter bergmännischer Name für gewisse Erze, welche in halbkugeligen und traubigen Aggregaten mit glatter ot glänzender Oberfläche auftreten, wobei vielfach im Innern eine schalige oder faserige Zusammensetzung erscheint. Dazu gehört: roter Glaskopf, eine solche Ausbildungsart des Eisenoryds, im kompakten Zustande stahlgrau, während die einzelne Faser kirschrot ist, auf der Oberfläche gewöhnlich mit einem roten ockerigen Überzug; brauner Glaskopf, das Eisenoxydhydrat H Fe, Oh, welches auch in dem dichten Brauneisenstein vorliegt, nelkenbraun, an der Oberfläche meist etwas dunkler gefärbt; diese beiden sind ausgezeichnet faserig; schwarzer Glaskopf, auch Psilomelan genannt, eisenschwarz bis bläulichschwarz, im Innern nicht faserig, sondern. mit muscheligem bis ebenem Bruch, ist eine wasserhaltige Sauerstoffverbindung von Mangan, namentlich wohl Mangansuperoxyd, auch Manganoxydul ohne konstante Zusammensetzung.