Glaubensbekenntunis (confessio fidei) heißt eine Zusammenstellung der wichtigsten Glaubensartikel einer kirchlichen Gemeinschaft, welche den Anspruch erhebt, als Richtschnur für die religiöse Überzeugung ihrer einzelnen Glieder zu dienen. Das G. der ältesten Christengemeinde Wr sich einfach in der Aussage, daß Jesus der Christus (oder der Messias) sei, zusammen. Später, als die christl. Lehre sich weiter entwickelte, faßte man den Gegensatz derselben teils zum Juden⸗ und Heidentum, teils zu den sog. häretischen (ketzerischen) Meinungen der aus dem eigenen Schoße der Kirche ausgeschiedenen Parteien in kurzen Glanbens⸗ oder Bekenntnisformeln (Symbolen) zusammen, von deren Anerkennung man die Zulassung zur kirchlichen Gemeinschaft und den kirchlichen Ehren abhängig machte. In der Reformationszeit legten sodann zuerst die Evangelischen, danach im Gegensatze zu ihnen auch die röm. Katholiken die Hauptpunkte ihrer Lehre in eigenen Bekenntnisschriften dar. (S. Symbolische Bücher.)