FeedGlossocẽle (arch.) oder Makroglossie
HeilkundeBrockhaus 1882

Glossocẽle (arch.) oder Makroglossie, Zungenvorfall (Prolapsus linguae), angeborene, seltener durch chronische Entzündungszustände erworbene Vergrößerung der Zunge, wobei die letztere nicht mehr genügenden Raum in der Mundhöhle Dren sondern als rundliche, trockene, an ihrer berfläche meist rissige oder selbst geschbürige Geschwulst mehr oder weniger weit aus dem Munde hervorragt und das Kauen, Schlingen und Sprechen außerordentlich erschwert. Die Krankheit, deren Ursachen gänzlich unbekannt sind, entwickelt sich bald rasch und unter periodischen Fiebererscheinungen, bald langsam und schleichend und kann nur auf operativem Wege (durch Abtragen vermittelst des Messers oder der galvanokaustischen Schneideschlinge) beseitigt werden. schreiberd, d. h. Sammler und Erklärer von Glossen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 118Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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