FeedGlutäen (Glutaei musculi)
HeilkundeBrockhaus 1882

Glutäen (Glutaei musculi), die drei paarigen Gesäßmuskeln, welche an der hintern und äußern Seite des Beckens gelegen sind und in ihrer Gesamtheit die Hinterbacken oder das Gesäß (s. d.) bilden. Der große Gesäßmuskel (musculus glutaeus maximus), der größte Muskel des Körpers, tommt zuerst nach Entfernung der Haut am Gesäß als ein rautenförmiger platter, etwa 3 em dicker Muskel zum Vorschein, der vom hintern Teil der äußern Darmbeinlefze entspringt und mit einer breiten starken Sehne sich am großen Rollhügel des Oberschenkelbeins ansetzt; er streckt den Oberschenkel, wenn der Rumpf feststeht, und richtet den mypf auf, wenn der Schenkel fixiert ist. Der mittlere Gesäßmuskel (musculus glutaeus medius) liegt unter dem vorigen, entspringt von der vordern Hälfte der äußern Darmbeinlefze und endigt mit einer kurzen starken Sehne an der äußern Ialmn des großen Rollhügels; er streckt den Schenel und abduziert ihn. Der kleine Gesäßmuskel musculus glutaeus minimus) wird vom mittlern vedeckt, ist viel kleiner als dieser, entspringt von der äußern Darmbeinfläche und befestigt sich an der Spitze des großen Rollhügels; seine Wirkung ist die des vorigen. (S. Tafel: Muskeln des Menschen.) [Kleber.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 127Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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