Gekröse (mesenterium) heißt diejenige größere Falte des Omerfenes in welche der Dünn m (mit Ausnahme seines Anfangsstücks, des Zwolfsingerdarms) eingeschlossen ist. Das Bauchfell schlägt sich nämlich hinten an den Lendenwirbeln von beiden Seiten her nach innen zurück und bildet so eine Duplikatur, in deren Eingang die dem Dünndarme zugehörigen Gefäße und Nerven treten. Der Dünndarm selbst liegt erst im Grunde dieses durch die Zusammenlagerung der Bauchfellplatten entstandenen Beutels. Auf diese Weise wird einerseits der ungefähr 6m lange Dünndarm einigermaßen in seiner Lage erhalten und vor Verschlingen geschützt, auf der andern Seite aber ihm ein ungleich größeres Maß von Beweglichkeit gesichert, als es z. B. dem Dickdarme im allgemeinen zukommt. Die Lymphdrüsen, Gefäße und Nerven, welche von dem G. eingeschlossen sind, werden nach demselben benannt. Der der Wirbelsäule nahegelegene Teil des G. wird als Wurzel desselben (radix mesenterii) bezeichnet. Auch der Grimmdarm wird, wenn auch in unvollständiger Weise, von einer ähnlichen Bauchfellfalte, dem Grimmdarmgekröse (mesecolon), und der obere Teil des Mastdarms von dem noch weniger entwickelten Mastdarmgekröse (mesorectum) überkleidet. (Vgl. Bauchfell.)