Goajiros, ein Indianervolk, welches die mit dem Kap Punta-Gallinas in 12 34“ nördl. Br. endende nördlichste Halbinsel Südamerikas bewohnt. Letztere liegt im NW. des Golfs von Venezuela (Golfo de Maracaybo), der in seinem westlichsten Teil Bai Calabozo heißt, — 220 km lang und gegen 15000 àkm groß. Die Mitte erfüllt das Gebirgsmassiv Macuira, von welchem Ausläufer nach dem Umfange gehen; die kleinen von hier erabkommenden Bäche verlieren sich im Sande. Die Nordküste hat gute Häfen, wie Bahia Portete und Bahia Honda. Feste Ansiedelungen haben die etwa 40000 zählenden G. nicht. Ihre Sprache gehört zum Chibchastamme. Sie selbst nennen sich Guayu, Plural Guayuiru. Columbien und Vene⸗ * machen beide auf die Halbinsel Anspruch. Benezuela rechnet zum Staate Zulia das Territorium G. bis zu einer Achsenlinie, die am Ka Chichibocoa endet, 10928 àkm mit 33 864 E., un Columbien das zum Staate Magdalena gehörige Territorium G., mit 9000 E., fast die ganze Halbinsel beanspruchend. In der That aber ist die Halbinsel nach wie vor umbisher, S Rio Hacha ist der Hauptort auf columbischer, Sinamaica auf venezuelischer Seite.