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ErdkundeBrockhaus 1882

Magdalena, einer der Föderativstaaten von Columbia; derselbe nimmt den nordöstlichsten Teil des Staatenbundes ein und wird, in Dreiecksform, im N. vom Antillenmeer, im O. von Venezuela, im S. vom Staat Santander, im W. vom Staat Bolivar begrenzt. Mit Ausnahme der Sierra Nevada von Sta.⸗Marta, der westlichsten Abhänge der Ostcordilleren, und der gegen NO. vorspringenden Halbinsel Goajiro besteht das Land aus Tiefebenen, die mit Urwald und Savannen bedeckt sind. Der Staat zählte mit Einschluß der Territorien von Goajiro und Nevada y Motilones 1871 auf 63300 qkm 97318, ohne diese 85255 E. Die civilisierten Landesbewohner beschäftigen sich zum Teil mit Handel und Schiffahrt. Hauptausfuhrartikel sind, außer den aus dem Innern auf dem Magdalenenstrom herunterkommenden Landesprodukten, Gelbholz und andere Hölzer, Häute und Vieh. Die Hauptstadt Santa-Marta, an der Laguna oder Bai von Santa-Marta schön gelegen und 1525 von Rodrigo Bastidas gegründet, ist ein dem auswärtigen Handel geöffneter Seehafen, der seit Anlage der Eisenbahn von Barranquilla (s. d.) nach Savanilla im Verfall begriffen ist und nur noch 3500 E. zählt. Auf der benachbarten Kaffeeplantage San-Pedro starb 17. Dez. 1830 Bolivar.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 325Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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