Göbel (Karl), Aquarellmaler, geb. in Wien 1824, der Sohn des trefflichen Aquarellmalers Karl Peter G. daselbst, versuchte sich frühzeitig in der Aquarellmalerei als Landschafter, Genremaler und Darsteller von Bauten oder Interieurs. Eigen ist ihm ein liebevolles Eingehen auf die Details, ohne daß der einheitliche Charakter des Bildes darunter Schaden leidet. G. hatte Gelegenheit, auf größern Reisen in Frankreich, Rußland, Italien und Spanien zahlreiche Studien aufzunehmen, und war seitdem unermüdlich thätig. Unter seinen Arbeiten sind von hervorragendem Interesse: die Interieurs der k. k. Ambrasersammlung in Wien (Eigentum des Kaisers von Osterreich), die Erzählung des bayr. Soldaten (im Besitz desselben), über 200 Porträts im Album des Grafen von Chambord, die Porträts der königl. Familie von Serbien und viele sonstige Aquarelle im Besitz des Königs Milan, Sammmt und Jagdgruppen, welche in verschiedene ammlungen zerstreut wurden. G. war Schüler der wiener Akademie und lebt in Wien.