FeedGogra (Gagra, Sarda, Sardschu)
ErdkundeBrockhaus 1882

Gogra (Gagra, Sarda, Sardschu), einer der Hauptnebenflüsse des Ganges auf dessen linker Seite, entspringt unter 30° 28“ nördl. Br. und 80 40, östl. L. (von Greenwich) von den südwestl. Abhängen des Gebirgszugs, welcher die Grenze zwischen dem südwestl. Tibet und dem Distrikt Kamaon der brit.⸗ind. Lieutenant-Gouverneurschaft der Nordwestprovinzen bildet, auf ungefähr 6000 m Meereshöhe. In seinem obersten Lauf heißt er Kali oder östl. Kali. Sein Lauf ist zuerst ein nordwestlicher, bald aber ein südöstlicher durch das Thal von Becans in Kamaon; 50 Em unterhalb seiner Quelle nimmt er links den Kalipani und unterhalb dieser Stelle, nachdem der Fluß eine südwestl. Richtung angenommen, unter 29 57 nördl. Br. und 80528“ östl. L. rechts den Dhauli auf. Der Kali behält seine Richtung bei gegen SW., bis sich unter 29° 45 nördl. Br. und 80° 25˙ östl. L. auf seiner rechten Seite der Gori oder Goriganga, ein ebenso mächtiger Strom wie der Kali selbst, in ihn ergießt. Weiter unterhalb ergießt sich in ihn an seiner linken Seite die Chumalea aus Nepal und später bei Puchesar, 29 27. nördl. Br. und 80° östl. L., an seiner rechten Seite der Surgoo, der bedeutendste aller seiner Nebenflüsse. Nun erhält der Kali den Namen Sarda, Surjoo oder Gogra. Unterhalb von Puchesar wendet die G. sich gegen SO., nimmt alsdann auf ihrer linken Seite den aus Nepal herabfließenden Loghat auf und nun eine mehr direkte 5 eraieß gegen S. an. Auf dem rechten Ufer der G ergießt sich in dieselbe nur die Ludhia. Bei Birimdeo, 29 6 nördl. Br. und 807 13• östl. L., betritt die G. die Ebene von Hindostan in etwa 260 m Meereshöhe, bildet die Grenze zwischen Nepal und Kamaon in der Richtung von NO. egen SW., verläuft später mehr südlich. Von Mundeya an, 28 40 nördl. Br. und 80˙ 18“ östl. L., wird die G. für schwer beladene Schiffe fahrbar, für leichtere schon 60 Em höher. Von Nebenflüssen nimmt die G. noch auf links den aus Nepal kommenden Kurnalli, rechts die vorher zusammengeflossenen Chouka und Woel, dann wieder links den östl. Surjoo. Sodann fließt die G. an der alten Hauptstadt von Oude vorbei, berührt den brit. Distrikt Gorakhpur der Nordwestprovinzen und bildet, indem sie eine südöstl. Richtung annimmt, in einer Länge von 120 km die Grenze zwischen Oude und Gorakhpur. Die G. nimmt weiter unterhalb links den Rabti auf, formt alsdann, ihre südöstl. Richtung stets beibehaltend, die Grenzen zuerst zwischen den Distrikten Adschamgarh und Saroo, dann zwischen letzterm und Ghazipore und ergießt sich endlich unter 25 46 nördl. Br. und 84 40 östl. L. in den Ganges auf dessen linker Seite nach einem Laufe von 970 km .8 ausschließlich durch die Nordwest⸗

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 152Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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