Goldfuß (Georg Aug.), verdienter Naturforscher, geb. 18. April 1782 zu Thurnau bei Bayreuth, habilitierte sich als Privatdoceent in Erlangen und wurde nach der Begründung der Universität Bonn an derselben Professor der oatschen und Mineralogie, zugleich Direktor des Zoologischen Museums und der Petrefaktensammlung, sowie des Naturhistorischen Seminars: er starb daselbst 2. Okt. 1848. Von seinen anfänglichen zoolog. Werken sind zu nennen: Enumeratio insectorum eleutheratorumo (Erlangen 1805), Handbuch der Zoologien (2 Bde., Nürnb. 1821; neue Aufl. unter dem Titel „Grundriß der Zoologiev, das. 1826); 1810 erschien von ihm die „Beschreibung der Umgegend von Muggendorf und der dortigen Höhleno Erlangen); mit G. Bischof veröffentlichte er die 2 Bde., Nürnb. 1817). Seine Hauptverdienste iegen aber auf paläontologischem Gebiete; hier verfaßte er unter andern: „Beiträge zur vorweltlichen Fauna des Steinkohlengebirgeso(Bonn 1847), „Der Schädelbau des Mosasauruso (Bonn 1847), vor allem aber das große, immer noch geschätzte Werk Petrefacta Germaniaes (3 Bde. Text und 3 Bde. Abbildungen in Folio, Düsseld., Tl. 14 1826 — 33, Tl. 2 1834—40, Tl. 3 1841 — 44; auch mit dem deutschen Titel »Abbildungen und Beschreibungen der Petrefakten Deutschlands und der angrenzenden Ländero»).