FeedGiebel (Christoph Gottfr. Andr.)
TierreichBrockhaus 1882

Giebel (Christoph Gottfr. Andr.), namhafter Zoolog und Paläontolog, geb. 13. Sept. 1820 zu Quedlinburg, besuchte das dortige Göymnasium und studierte seit 1841 Mathematik und Naturwissenschaften zu Halle. Hier habilitierte er sich später und las anfangs über Paläontologie, Geognosie und Mineralogie, dann aber auch über Zoologie, verleichende Anatomie und allgemeine Naturges chichte. m J. 1858 erfolgte seine Ernennung zum außerord. und 1861 zum ord. Professor der Zoologie und Direktor des zoolog. Museums in Halle. Er starb daselbst 14. Nov. 1881. Unter seinen zahlreichen Schriften sind besonders hervorzuheben: die «Paläozoologies (Merseb. 1846), umgearbeitet in die «Allgemeine Paläontologie (Lpz. 1852), die unvollendet gebliebene «Fauna der Vorwelte (Bd. 1„ Abteil. 1, 1856), die «Odontographie (Lpz. 1854, mit 52 Tafeln), «Die Säugetierer (Lpz. 1853—55) und in neuer, zu Bronns «Klassen und Ordnungen des Tierreichs» gehöriger Bearbeitung (Lpz. 1874 fg.) die erste Monographie der Insecta epizoan (Lpz. 1874, mit 20 Tafeln), Gaea excursoria germanicav (Lpz. 1848), (Lehrbuch der Zoologie⸗ (Darmst. 1857: 5. Aufl. 1872), Kosmos für das Volko (Lpz. 1849), Tagesfragen aus der Naturgeschichtes (Berl. 1858), Naturgeschichte des Tierreichso (5 Bde., Lpz. 1858—63), (Der Menscho (Lpz. 1868), Vogelschutzbucho (4. Aufl., Berl. 1877), (Landwirtschaftliche Zoologies (Glog. 1868; neue Aufl. 1873) und Thesaurus Ornithologiaes (3 Bde., Lpz. 1872 —77). Den von G. 1847 zu Halle ins Leben gerufenen naturwissenschaftlichen Verein erweiterte er 1853 zu einem sächs.⸗thüring. Verein für Naturwissenschaften.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 26Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 5

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Tierreich 6