Goldsolidus oder Solidus, die röm. Münze, welche Kaiser Konstantin d. Gr. um das Jahr 330 n. Chr. an Stelle der ältern röm. Goldmünze, des Kureus (s. d.) prägen ließ; es wurden 72 Stück aus dem röm. Pfunde von 24 Lot geschlagen. Teilstücke des Solidus waren der Triens oder Tremissis (1,52 g) und der Semis (2,27 g). In Bezug auf diese Teile wurde die neue Münze eben Solidus, d. h. Ganzstück genannt. Häufig trägt sie auf der Rückseite im Abschnitt die Buchstaben CONOB, welche den Anfang der Prägestätte (Konstantinopel) und das Wertzeichen (½ des Goldpfundes) bedeuten.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 174Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei