Gonggong oder Gong, ein aus dem Orient stammendes, in einer Bronzeplatte mit ür Benlei nem Rand bestehendes Instrument, das zur egleitung beim löpfels oder beim Rudern mittels eines hölzernen Klöpfels geschlagen wird. Wanpher und 20 Tellen Legierung von 80 Teilen Kupfer und 20 Teilen Zinn, aus welcher die durch ihre Klangfähigkeit ausgezeichneten ind. und chines. Gonggongs (s. d.) hergestellt werden. geb. 11. Juli 1561 zu Cordova, bezog, 15 —* alt, die Universität zu Salamanca, um die Rechte zu studieren, werfaßte schon damals den größten Teil seiner erotischen Gedichte, Romanzen und satirischen Letrillen, worin sich sein Genius am frischesten ausspricht, vernachlässigte aber darüber seine Vorbereitung zum Staatsdienste, zu welchem ihn seine vornehme Geburt berief, und sah sich genötigt, im 45. Jahre in den geistlichen Stand zu treten, wodurch er sich eine Pfründe an der Kathedrale von Cordova und später die Stellung eines Ehrenkaplans Philipps III. in der Residenz verschaffte; doch war er bereits im Alter zu weit vorgerückt, um höhere Ehren zu erwerben, wurde durch Krankheit genötigt, den Hof zu verlassen, und tard 24. Mai 1627. Sein dichterisches Wirken ist in zwei Perioden zu scheiden. Die Lieder und Romanzen aus seiner Jugend zeigen den alten Nationalstil und gehören, besonders die burlesk-witzigen und kaustischsatirischen, unter die vortrefflichsten dieser Gattungen. Doch wollte G. alle seine Vorgänger überbieten, Neues, Unerhörtes leisten und einen Stil von höherer Bildung (estilo culto) in die ernsthafte Poesie einführen. In dieser Absicht dichtete er den Polifemo, die Soledadeso und die Fabeln von Pyramus und Thisbe, Produkte der Pedanterie und Geschmacklosigkeit, überladen mit Bildern und mytholog. Anspielungen, in einem gesucht dunkeln Stile und einer so gezwungenen, dem Altklassischen nachgebildeten Sprache, daß er eine besondere Interpunktion dazu erfinden mußte und Kommentare nötig machte. Gerade aber durch diese Dichtungen wurde er epochemachend und Stifter einer neuen Schule, der nach ihm genannten Gongoristen oder Culteranisten. Dieser sog. Gongorismus wirkte, wie der gleichzeitige, ihm sehr analoge Marinismus in der ital. Poesie, so ansteckend, daß selbst die frühern Gegner desselben und noch lange auch die besten Köpfe ihm nachgaben. — Die älteste Ausgabe der Werke G.s ist die von J. Lopez de Vicusia (Madr. 1627); vollständiger ist die von Gonzalo de Florez y Cördoba (Madr. 1633). Eine gute Auswahl gab Luis Ramirezey las Casas-Deza (Madr. 1863) heraus, eine andere besorgte Adolfo de Castro für die Einige der Romanzen wurden von . Jacobi ins Deutsche übersetzt (Halle 1767). Vgl. Churton, „(Gongoras (2 Bde., Lond. 1862).