FeedGonzen (der)
ErdkundeBrockhaus 1882

Gonzen (der), ein Berg der Thuralpen (s. Alpen 23) im schweiz. Kanton St. Gallen, erhebt sich nördlich von Sargans (485 m) in der an die Churfirsten anschließenden Gruppe des Faulfirst und des Alvier zu 1833 m Höhe über dem Meere. Der G. besteht aus Kalkstein der obern Jura- und der untern Kreideformation und ist merkwürdig durch sein bis 6 m mächtiges Lager von Roteisenstein, das schon zur Römerzeit ausgebeutet worden sein soll, jetzt aber nicht mehr abgebaut wird, obwohl aus dem Erz in dem Hüttenwerke und dem Hohofen von Plons (bei Mels) ein vorzügliches Holzkohleneisen gewonnen wurde. Indessen soll das Bergwerk, das seit dem 15. Jahrh. mehrmals in Betrieb Kost und ebenso oft wegen der Schwierigkeit und Kost spieligkeit der Holzbeschaffung aufgegeben wurde, bald wieder aufgenommen werden. Als äußerste Erhebung einer zwischen zwei Thalebenen (Rhein und Seez) halbinselartig vorspringenden Kette, mitten zwischen den Glarner, den Graubündner und den Vorarlberger Alpen am Südende der Thuralpen gelegen, bietet der G. eine weite Fernsicht und wird deshalb nicht selten sowohl vom Rhein⸗ wie vom Seezthal aus in etwa vier Stunden bestiegen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 193Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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