FeedFalknis (der)
ErdkundeBrockhaus 1882

Falknis (der), ein Berg der Rhätischen oder Graubündener Alpen (s. Alpen 10), erhebt sich an der Grenze von Liechtenstein und Graubünden nördlich vom Prättigau zu 2566 m Höhe über dem Meere. Als äußerster Hochgipfel des Rhätikon westlich gegen das Rheinthal vorspringend, bildet er mit dem gegenüberliegenden Calanda die Thalpforte, durch welche der Rhein aus Graubünden in die Ebene des St. Gallischen Rheinthals heraustritt. So schroff und zackig die aus Kalksteinen der Ligsformation, des mittlern Jura und der Kreide gebildeten Wände und Gräte des F. aussehen und so kühn sich das Felshorn seiner obersten Spitze auftürmt, so bietet doch die Besteigung keine ernstlichen Schwierigkeiten dar und wird nicht selten adtche von Vaduz wie von dem graubündischen Städtchen Maienfeld aus in 6—7 Stunden ausgeführt. Die sehr lohnende Aussicht umfaßt das Rheinthal von Chur bis zum Bodensee, das Prättigau und das Gelände des Walensees, die Berge des Vorarlberg und der Sentisgruppe, die Churfirsten, den Rhätikon, die Silvrettagruppe und die Plessuralpen. Am Westfuße des F. liegt der befestigte Bergpaß über die Luziensteig.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 545Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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