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ErdkundeBrockhaus 1882

Goplo, der größte See im ehemaligen Polen, unweit des Städtchens Kruschwitz, Kreis Inowrazlaw der preuß. Provinz Posen beginnend und bis nach Russisch-Polen hineinreichend, 30 Km lang und bis 4 km breit, war ihnd wahrscheinlich bedeutend größer, sodaß durch ihn die Warthe mit der Weichsel verbunden und auf ihm eine bedeutende Schiffahrt getrieben wurde. Die Netze, welche dem See bei Kruschwitz unter dem Namen Montwey entfließt, wird von hier bis Nakel durch Kanalisation wieder schiffbar gemacht. Noch steht am See ein Wartturm, wahrscheinlich üÜberrest einer alten Feste, in dem nach der Sage in vorchristl. Zeit der König Popiel von Mäusen gefressen wurde, welche aus den Leichen seiner von ihm ermordeten Oheime, die er unbeerdigt hatte vermodern lassen, entstanden waren. Auch andere poln. Sagen, wie die von Piast (s. d.), knüpfen sich an den G. In neuester Zeit ist er zum Teil abgelassen worden, wodurch fruchtbare Wiesen an seinen Ufern entstanden. Goëpp., bei naturwissenschaftlichen Namen Abbreviatur für Göppert.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 196Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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