FeedAlexändrowsk
ErdkundeBrockhaus 1882

Alexändrowsk, Kreisstadt im russ. Gouvernement Jekaterinoslaw, am Flüßchen Mokra Moskowka, 2 km vom Dnjepr, unterhalb der Wasserfälle desselben und an der Eisenbahn Losowo-Sewastopol, hat Warenmagazine, doch keinen nennenswerten Handel und zählt 5734 E. In der Umgegend befinden sich viele Grabhügel (Kurgane), in denen die alten scyth. Könige begraben sein sollen. A. gegenüber liegt im Dnjepr die Nosal Chortiz, früher der Hauptsitz der Saporoger osaken, 120 eine Ansiedelung der Mennoniten. Im Kreise A. befand sich Hates die 1770 gegen die krimschen Tataren angelegte Dnjeprlinie, eine Reihe von sieben Festungswerken, die mit A. begann, dem Laufe der Konskaja folgte und an der Mündung der Berda ins Asowsche Meer endigte. — A. heißt auch eine russ. Kolonie und Fort an der Mündung des Flüßchens Nerla in die De-Castriesbai im ostsibir. Küstengebiete, der Insel Sachalin gegenüber. Der Ort hat einen guten Hafen, Magazine, ein Hospital und treibt lebhaften Handel mit Nordamerika.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 392Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 2

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6