Hirt (Emil), Archäolog und Kunsthistoriker, geb. 27. Juni 1759 im Dorfe Bella in der ehemaligen fürstl. fürstenberg. Landschaft Baar in Baden, erhielt Unterricht im Gymnasium der Benediktiner zu Villingen, dann unter den Jesuiten zu Freiburg und zu Rottweil und studierte hierauf in Nancy und seit 1779 in Wien, wo er sich mit Kunststudien zu beschäftigen begann. Im J. 1782 fand er Gelegenheit, nach Italien zu gehen, wo er 14 Jahre verweilte. Im I. 1796 wurde er Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin, sowie auch der Akademie der Künste und erhielt den Titel eines königl. Rats. Bei Errichtung der berliner Universität erfolgte seine Ernennung zum ord. Professor in der philos. Fakultät. In den J. 1816 und 1817 bereiste er nochmals Italien und hierauf auch Belgien und Holland. Er starb 29. Juni 1837. H.s Hauptwerke sind: „Die Baukunst nach den Grundsätzen der Alten v (Berl. 1809, mit 50 Kupfern), 4&Geschichte der Baukunst bei den Alten » (3 Bde., Berl. 1820 — 27, mit 32 Kupfern) und „Geschichte der bildenden Künste bei den Alten (Berl. 1833); ferner sind zu nennen: Kunstbemerkungen auf einer Reise über Wittenberg und Meißen nach Dresden und Pragy (Berl. 1830).