Grauer oder Oberer Bund heißt der zweitälteste der drei Bünde, aus denen der jetzige x weiz. Kanton Graubünden entstanden ist. Derselbe umfaßte das Bündner Oberland, das Misox⸗ und Calancathal, das Rheinwald⸗ und das S amserthal und wurde im März 1424 unter dem Ahorn von Truns von dem Abte von Disentis, den Grafen von Werdenberg und Sax, den Freiherren von Rhäzüns, der Stadt Ilanz, den freien Gemeinden von Rheinwald und Laax und den Ammännern der übrigen Gemeinden beschworen, nachdem schon seit 1319 einzelne Landesherren und Gemeinden der Part sur a (Oberland) teils unter sich, teils mit den Waldstätten und Glarus Bündnisse geschlossen hatten. [Valombrosa. Graue Mönche (Valombrosaner), s. unter
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 311Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei