Gregarinen nennt man mikroskopische Schmarotzerwesen, welche vorzugsweise im Darm, besonders wirbelloser Tiere, aber auch in andern Organen und bei Wirbeltieren sich finden. Sie bestehen wesentlich aus einer kontraktilen Zelle, deren äußere Umhüllung oft Faserfortsätze, Spitzen u. s. w. zeigt, aus einem körnigen, weichen Inhalt, in welchem ein großer heller, bläschenförmiger Kern nebst Kernkörperchen enthalten ist. Sie können sich, wie Infusorien, einkapseln, bilden häufig Doppelgestalten durch Verschmelzung (Konjugation) und vermehren sich durch Donaftelen v Keimkörperchen (Sporen), sog. Pseudonavicellen, welche bei einigen durch besondere I entleert werden. Ihr genetischer Zusammenhang mit andern mikroskopischen Binnenwesen, den s g. P orospermien, ist noch nicht hinreichend aufgeklärt. In neuerer Zeit ward oft behauptet, daß G. sich sehr häufig in den menschlichen Haaren fänden, durch das Tragen falscher Haare weiter verpflanzt würden und verschiedene Haarkrankheiten, selbst Weichselzopf, erzeugten. Genauere Untersuchung hat gelehrt, daß hier eine sänpiichen als mit mikroskopischen Pilzen, sowohl schädlichen als unschädlichen, stattgefunden hatte.