Groß-Schönau, Fabrikort im sächs. Regierungsbezirk Bautzen, Amtshauptmannschaft Zittau, an der Linie Bischofswerda-Zittau der Sächsischen Staatseisenbahn, dehnt sich über 3 Em lang im Thale der Mandau aus, ist Sitz eines Amtsgerichts, hat eine Webschule und zählt (1880) 5727 E. Die hier seit mehrern hundert Jahren blühende Damastweberei hat seit Erfindung der Jacquard-Maschine etwas nachgelassen; doch liefern die noch vorhandenen 480 Stühle jährlich etwa 1000 Ctr. der feinsten Damasttischzeuge. Von größerer Bedeutung ist jetzt die Fabrikation von baumwollenen Kleiderstoffen, neben welcher auch noch Bleicherei und Brauerei betrieben werden. Von großer Bedeutung ist jetzt die Fabrikation von baumwollenen, leinenen und halbleinenen Rock- und Hosenstoffen auf mechan. Stühlen. Auch befindet sich hier eine Glasschleife und Glasmalerei. Das in der Flur G. liegende Rittergut der Stadt Zittau ist großenteils jetzt abgelöst und in den Besitz hiesiger Einwohner gelangt.