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ErdkundeBrockhaus 1882

Chaves, Stadt und Festung zweiter Klasse in der portug. Provinz Traz os Montes, Distrikt Villa Real, am linken Ufer des Tämega, 365 m hoch auf einem Plateau gelegen, besitzt eine Kollegialkirche, ein Armenhaus, zwei Spitäler und zwei Klöster, zählt (1878) 6524 E. und war ehemals ein Hauptwaffenplatz Portugals, da sie nur 18 km von der span. Grenze entfernt ist. Die verfallenen Ires befinden sich zum Teil am andern Ufer des Flusses bei der Vorstadt Sta.⸗Maria-Magdalena, mit welcher C. durch eine prachtvolle alte, 154 m lange Römerbrücke von 12 (ehemals 18) Bogen verbunden ist. Neue Mauern und drei neue elegante Forts sind aufgeführt; das alte feste Schloß diente als Gouverneurswohnung. Bei C. sind Reste von alten Römerbädern, Caldas de C. genannt; die 50—56 C. warmen Quellen sind äußerst wasserreich und werden noch jetzt stark besucht. Die sog. Veiga von C. oder das bewässerte Thal ist wegen seiner Fruchtbarkeit in ganz Portugal berühmt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 218Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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