Güldenstädt (Ant. Joh. von), Naturforscher und Reisender, geb. 29. April (9. Mai) 1745 zu Riga, besuchte das Lyceum daselbst, studierte seit 1763 in Berlin Medizin und Naturwissenschaft. Nach Rußland zurückgekehrt, wurde G. von der petersburger Akademie der Wissenschaften im Juli 1768 zur Erforschung des Kaukasus abgeschickt und brachte daselbst über fünf Jahre zu. Im J. 1780 wurde er zum Präsidenten der petersburger Skonomischen Societät ernannt und starb 23. März (3. 2.. 1781 zu Petersburg. G.s Reise durch den Kaukasus wurde nach seinem Tode 1. geben von P. S. Pallas unter dem Titel: J. A. Güldenstädts Reisen durch Rußland und im kaukasischen 3 —— mit einer Lebensbeschreibung des Verfasserso (2 Bde., Petersb. 178791), dann von ul. Klaproth unter dem Titel: „Dr. J. A. Güldentädts Reisen nach Georgien und Imerethi» (Berl. 1815; 2. Aufl. 1834). Seine naturwissens honen der Entdeckungen beschrieb er in den Publikationen der petersburger Akademie der Wissenschaften.