FeedHofmann (Ernst)
HeilkundeBrockhaus 1882

Hofmann (Ernst), Naturforscher und Reisender, geb. 8.(20.) 1 1801 zu Overlackin Livland, studierte in Dorpat Medizin und Naturwissenschaften, nahm 1823.—26 an der zweiten Weltumsegelung Otto von Kotzebues Teil, und bereiste 1828 mit G. von Helmersen (s. d.) den südl. Ural. Später setzte H. seine Studien in Heidelberg fort, hatte dann drei Jahre den Lehrstuhl der Mineralogie in Dorpat inne, wurde hierauf außerord. Professor der Mineralogie in Kiew und veröffentlichte 1840 in russ. Sprache ein Lehrbuch der Oryktognosie. Vom Grafen Cancrin mit der geolog. Untersuchung der Goldwäschereidistrikte Ostsibiriens betraut, reiste H. 1843 dahin ab und legte seine Untersuchungen in dem Werke «Reise nach den Goldwäschereien Ostsibirienso (Petersb. 1847) nieder. H. wurde 1844 mit dem Range eines Obersten in das Korps der kaiserl. Bergingenieure aufgenommen und 1845 zum ord. Professor der Mineralogie der petersburger Universität ernannt; 1847 und 1848 unternahm er eine zweite Untersuchungsreise in den Ural und beschrieb sie in dem mit Kowalski herausgegebenen Werke „Der nördl. Ural und das Küstengebirge Paé-Choi⸗ (2 Bde., Petersb. 1853 — 56). H. nahm darauf acht Sommer hindurch die Kronreviere am Ural geologisch auf und trug seine Resultate in die von Bergier und Altori angefertigte Karte ein, welche Arbeit er erst im Febr. 1871 vollendete und die in russ. und deutscher Sprache herausgegeben wurde. Zum Generallieutenant befördert, starb H. in Dorpat 23. Mai (5. Juni) 1871.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 304Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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