FeedGüssing
ErdkundeBrockhaus 1882

Güssing (magyar. Német-Ujvär, d. i. Deutsch-Neuburg), Martiflecken im ungar. Komitat Eisenburg, mit 2000 E. und einem Franziskanerkloster mit Kirche, in welcher sich die Familiengruft der fürstl. Familie Batthyänyi befindet. Auf einem isoliert stehenden Berge liegt die alte Burg G., größtenteils Ruine. Dieselbe bildete schon im 12. Jahrh. eine starke Grenzfeste und war der Hauptsitz eines mächtigen Magnatengeschlechts deutscher Abkunft, der Grafen von G., deren Besitz fast das ganze westl. Ungarn bis nach Kroatien umfaßte. Seit dem 16. Jahrh. befindet sich Ort und Schloß im Besitz der Familie Batthyänyi, deren Ahnengalerie, Waffen u. s. w. in den erhaltenen Burgresten aufbewahrt sind.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 636Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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