FeedGöschinen oder Göschnen
ErdkundeBrockhaus 1882

Göschinen oder Göschnen, Dorf im schweiz. Kanton Uri, s. Geschenen. pnSchl. Flecken und Rittergut in der preuß. Provinz Schlesien, Regierungsbezirk Breslau, Kreis Wartenberg, 12 kEm im NO. von Station Groß-Graben-Festenberg der Ols-Gnesener Bahn, 157 m über dem Meere, zählt (mit Rittergut) 1086 zur Hälfte kath. E., ist Hauptort und Sitz der Verwaltung der gleichnamigen Standesherrschaft, welche seit 1720 im Besitz der Grafen von Reichenbach-G. ist, und hat ein schönes, 1750 erbautes Schloß, eine kath. Kirche aus dem 12. Jahrh., ferner Papier⸗, Walk⸗, Säge⸗ und Mahlmühlen und eine Ziegelei. „Gose, eine Art von Weißbier, das ursprünglich in Goslar gebraut wurde, später auch in Döllnitz und andern Orten in der Umgegend von Leipzig. Es wird in eigentümlichen langhalsigen Flaschen ungestöpselt aufbewahrt; neuerdings gibt es auch gestöpselte Gose.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 215Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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