Freistadtl (ungar. Galgöcz), Marktflecken im ungar. Komitat Neutra, links an der Waag, hat 4500 deutsche und slowak. E., Holzhandel und Fabrikation von Holzgerätschaften. über die Waag, auf welcher zahlreiche Wassermühlen sich befinden, führt eine Brücke nach der Feste Leopoldstadtl, Station (F.⸗Leopoldstadtl oder Galgoöcz-Lipotvär) der Linie Preßburg-Tyrnau-Trenesin der Osterreichisch— Ungarischen Eisenbahn. Südlich vom Orte 11 auf einem Berge die Ruinen des galgöczer Schlosses, das zu Anfang des 14. Jahrh. in den Händen des mächtigen Gewaltherrn Matthäus Csäk von Trenesin sich befand. König Matthias (Corvinus) verlieh es dem Laurentius Ujlaky, König Ludwig II. dem reichen Emporkömmling Alexius Thurzo; nach dem Aussterben der Familie Thurzö kaufte Schloß und Herrschaft Adam Forgäch. Weil aber Graf Simon Forgäch sich an der Erhebung Franz' II. Räkoöczi beteiligte, wurden seine Güter konfisziert und Galgocz an die Familie Erdödy verliehen, die es auch noch besitzt. In der kath. Kirche zu F. befindet sich die Familiengruft der Erdödy. reistehende Mauern dienen bei dem Festungsbau zur Erzielung der Sturmfreiheit der Escarpe; früher versah man sie mit Scharten, um sie gleichzeitig verteidigungsfähig zu machen. Sie hießen dann creneliertefreistehende Mauern; hatten sie gleichzeitig an der Rückseite Arkaden, um dem Verteidiger Schutz gegen Seiten⸗ und Wurffeuer zu geben, so nannte man sie Bogenmauern. Jetzt baut man sie ohne Scharten, da diese die Mauer schwächen und das Erklettern erleichtern.