FeedGußmauerwerk
BaukunstBrockhaus 1882

Gußmauerwerk ist das schon den Römern bekannt gewesene und zu Mauern und Gewölben von ihnen verwendete Mauerwerk, welches nicht aus einzelnen in Verband und Mörtel gelegten Steinen, sondern aus einem Grobmörtel (Beton) durch schichtenweises Eingießen oder Einstampfen in hölzerne oder eiserne Formkästen hergestellt wird. Nach Erhärtung des Mörtels, den man durch Beimengung von Schlacken, Holzkohle, Bimsstein u. s. w. möglichst porös und leicht zu machen sucht, werden die Seitenwände, der Boden u. s. w. der Kästen wieder beseitigt. Besonders zu verstärkende oder tragende Teile (wie Mauerecken, Gewölbgrate und Verspannungsrippen) oder auch die Einfassungen der Thüren und Fenster werden aus eingebundenen Ziegelschichten oder aus Werkstücken gebildet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 636Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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