FeedHahnentritt
Sport & SpielBrockhaus 1882

Hahnentritt oder Zuckfuß des Pferdes wird durch eine Schrumpfung und Verkürzung einer sehnigen Ausbreitung am Unterschenkel (Retraktion der Unterschenkelfascie) hervorgerufen. Die damit behafteten Pferde zeigen auf einem oder auf beiden Hinterfüßen einen eigentümlichen Gang. Die kranke Gliedmaße wird schnell und energisch, gleichsam zuckend gehoben, im Sprunggelenk stark gebogen und rasch wieder auf den Boden gesetzt. Es gibt Pferde, deren Gebrauch durch diesen Fehler nicht beeinträchtigt wird, die sogar trotz des H. ganz leistungsfähig sind; freilich verleiht der Zuckfuß dem damit behafteten Pferde stets ein sehr unschönes Aussehen, wenn es sich bewegt. Ist der krankhafte Zustand aber in hohem Grade vorhanden, so kann er auch mehr oder weniger den Gebrauch des damit behafteten Pferdes alterieren. Eine Operation (Durchschneidung des auf der Sehne des langen Zehenstreckers verlaufenden der Eawichurves nach Dieckerhoff; Durchschneidung der Endsehne des mittlern Zehenstreckers, nach Boccar) kann dann allein Heilung ermöglichen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 711Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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