FeedHamelin (Ferd. Alphonse)
GeschichteBrockhaus 1882

Hamelin (Ferd. Alphonse), franz. Admiral, geb. 2. Sept. 1796 zu Pont l'Evéque im franz. Depart. Calvados, trat frühzeitig in den Seedienst, wurde 1842 Kontreadmiral, 1844 Geschwaderchef im Stillen Ocean, von wo er kurz vor dem Ausbruche berufen und 7. Juli zum Vizeadmiral befördert wurde. Im x. 1849 war H. Seepräfekt von Toulon und Mitglied des Admiralitätsrats, befehligte 1853 das Übungsgeschwader des Mittelmeers und führte dasselbe bei dem Ausbruche des Orientkriegs nach der Besikabai, sowie, nachdem die brit. Flotte dort eingetroffen war, im November nach dem Schwarzen Meere, wo er 22. April 1854 Odessa ohne sonderlichen Erfolg bombardierte. Im Kriegsrat der Verbündeten zu Varna gab H. 26. Aug. in Verbindung mit Admiral Bouét-Willaumez den Ausschlag für die Landung in der Krim und deckte den Truppentransport, sowie die Ausschiffung des Heeres bei CEupatoria. Mit seinem Flaggschiff Ville de Madrid nahm H. 17. Okt. rühmlichen Anteil an der fünfstündigen Beschießung der Seeforts von Sewastopol, wobei sein Schiff schwere Verluste erlitt. Am 23. Dez. kehrte H. nach Frankreich zurück, wurde zum Admiral befördert und in den R.anz. Senat berufen, übernahm im April 1855 die Leitung des Marineministeriums, daneben zeitweilig auch die des Kriegsministeriums, und starb zu Paris 16. Jan. 1864.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 753Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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