FeedHammer (frz. marteau, engl. hammer)
TechnikBrockhaus 1882

Hammer (frz. marteau, engl. hammer), ein Werkzeug, welches vermöge der ihm erteilten lebendigen Kraft auf ein Werkstück oder Werkzeug einen Schlag oder Stoß ausübt; dasselbe besteht aus dem Hammerkopf (dem eigentlichen H.) und dem Stiel. Der Hammerkopf hat je nach der Arbeit, zu welcher er gebraucht wird, eine verschiedene Gestalt. Nachstehende Fig. 1 zeigt die gebräuchlichste Form, den sog. Handhammer (Bankhammer, Schmiedehammer). Die breite Fläche dieses H. heißt Bahn, die schmale, spitz zulaufende Fläche Finne oder Pinne. Das Gewicht der Handhämmer ist je nach ihrem Zweck verschieden, doch sind dieselben nie schwerer als 2, Kg; schwerere Hämmer von 3 bis 10 kg heißen Zuschlag⸗ oder Vorschlaghämmer, weil sie in den Schmieden von den Gehilfen des Schmiedes, den Zuschlägern, gebilde werden. Steht, wie bei dem in Fig. 2 abgebildeten Zuschlaghammer, die Finne parallel zum Stiel, so wird der H. auch Kreuzschlag genannt. Fig. 3 zeigt den Hammer des Tischlers, dessen Finne geschlitzt ist, um zum Ausziehen von Nägeln ienen zu können. Die Hämmer zum Treiben, Bieen, Glätten, überhaupt zum Bearbeiten der metalle auf kaltem Wege, haben die mannigfalgsten Formen; zwei solcher Hämmer, wie sie beizielsweise vom Kupfers chmied gebraucht weren, sind in Fig. 4 und 5 veranschaulicht. Die meien Hämmer bestehen aus Schmiedeeisen und haben verstählte Arbeitsflächen. Neuerdings macht man auch oft die kleinern Hämmer ganz aus Stahl; seltener und nur ganz speziellen Zwecken dienend sind Hämmer aus Kupser, Blei oder Holz. Mechanisch bewegte Hämmer sind der Fallhammer (s. d.), der Friktionshammer (s. d.) und der Dampfhammer (s. d.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 761Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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