Hammelburg, Stadt im bayr. Regierungsbezirke Unterfranken, am rechten Ufer der fränk. Saale, 24 km nordwestlich von Schweinfurt und 19 km südwestlich von Kissingen, Sitz eines Bezirksamts und eines Amtsgerichts, hat ein schönes Schloß, eine Lateinschule, Wein⸗ und Wiesenbau, Kalk⸗ und Sandsteinbrüche und zählt (1880) 3013 meist kath. E. In der Nähe liegt das alte Schloß Saaleck mit Weinbau, das Franziskanerkloster Altstadt, die Marienkapelle Steinthal, sowie die Bergschloßruine Amalienburg. Letztere wurde von der Schwester Karls d. Gr. (Amaley) erbaut und bewohnt, später war sie Sommersitz der Bischöfe von Fulda. Bekannter wurde H. durch das Gefecht am 10. Juli 1866 zwischen der preuß. Division Beyer (rechter Flügel der Mainarmee) und bayr. Truppen. Bgl. «Chronik der Kriegsereignisse in der Stadt H. 1866% (Hammelb. 1867).