Hammer, m., franz. marteau, m., engl. hammer. A. (Ikon.) Attribut des Germanengottes Thor sowie verschiedener Heiliger, s. M. M. A. W.; in der christlichen Symbolik Sinnbild für unermüdliche Arbeit. B. (Werkzeugk.) besteht aus geschmiedetem Eisen mit einem Stiel von Holz; dient zum Schlagen auf Metall oder Stein; seine Form ist nach dem Gebrauch verschieden. 1. Der H. des Zimmermanns hat meist eine quadratische Bahn und gespaltene, quer gegen den Helm stehende Schneide (Finne) zum Nägelausziehen, u. heißt dann Klauh, frz. m. àpanne endue, engl. claw-hammer. Außerdem giebt es Latthammer od. Spitzhammer, frz. m. àpointe, engl. pointed hammer, Finnhammer mit ungespaltener Finne etc. — 2. Maurerhammer, frz. m. du magon, engl. mason's h. Dieselben haben meist einen ziemlich langen Kopf u. querstehende Finnen. Die kleinen zum Bearbeiten der Ziegel, die größeren, Schellhammer, frz. m. N. briser, engl. large B.j zum Bearbeiten der Haufteine u. Bruchsteine. Ferner sind zu den Maurerhämmern noch zu rechnen: Schrothammer (s. unten 8), Fläche, Spitze, Poßegel re. — 3. H. der Steinmetzen, hat keine Finne, sondern zwei quadratische, in der Mitte etwas hohle Bahnen; beim Stockhammer ist die Bahn in lauter kleine viereckige Kegel netzförmig getheilt. — 4. H. der Schiffsbauer. Hier ist zu unterscheiden der Moker, frz. masse, f., engl. iron maul, 4 —7½ Eg. schwer, der Splithammer mit gespaltener Finne (Klaue), frz. m. & dents, engl. claw-h., der Pumpenhammer, der am Stiel eine Klaue zum Ausziehen der Nägel hat, der Setzhammer mit spitzer Finne u. kurzem Kopf etc. — 5. H. der Klempner. Dahin gehören: der Polirhammer, der Spannhammer mit polirter Finne und viele andere. — 6. H. des Schieferdeckers, s. Dachhammer. — 7. Schmiedehammer, frz. m. de forge, engl. forge-h. Man unterscheidet Handhammer, frz. m. à main, engl. band-h., von 12½ kg., mit einer Hand regiert, meist mit quadratischer Bahn und stumpfer Finne; steht diese parallel dem Stiel, so heißt der H. ein Kreuzschlag; steht sie quer, ein Vorschlag, frz. m. à devant, engl. about-hand-sledge. Die größeren H. heißen Zuschlaghämmer oder Schlage, k., frz. m. a deux mains, engl. sledge-h., two-handed h., und werden mit zwei Händen geführt. Die Setzhämmer, frz. chasse, engl. set-h., haben eine fagonnirte Finne, die man auf das zu schmiedende Eisen aufsetzt, und einen kegelförmig zugespitzten Kopf mit gehärteter Bahn, auf die man mit dem Zuschlaghammer aufschlägt. Noch größere H. werden drehbar befestigt, so daß ihr Stiel zum einarmigen od. zweiarmigen Hebel wird, u. heißen dann im ersten Fall werden meist durch Dampfmaschinen regiert u. heißen dann Dampf⸗ od. Maschinenhammer, frz. m. de grosse forge, martinet, engl. forge-h., s. Hammerwerk. — 8. H. des Steinsetzers, der große heißt Schrothammer, frz. couperet, man's h.) s. Waldhammer. —C. (Hütt.) die Werkstatt, worin man dem Eisen die erste Zubereitung giebt (s. Hammerwerk).