Hu-Nan, d. h. Süden des Sees, nach dem chines. Regierungsalmanach die 12. Provinz des Veichs, welche in älterer Zeit mit der nördlich von ihr gelegenen Provinz Hu-Pe, d. h. Norden des Sees, in administrativer Beziehung unter dem Namen Hu-Kuang, d. h. Provinz des großen Sees, ein zusammenhängendes Ganzes bildete, wird nördlich von Hu-Pe, südlich von der die Grenze zwischen H. und den Provinzen Kwang-⸗-Si und Kwang-tung bildenden, Nan-schan genannten Gebirgskette, östlich von der Provinz Kiang-Si und westlich von den Provinzen Kweéi-Tschou und Sz'⸗ Tschwan begrenzt. H. ist eine der fruchtbarsten und am besten bewässerten Provinzen von ganz China und bildet mit der nördlich von ihr gelegenen Provinz Hu-Pe ein immenses Bassin, dessen tiefste Depression der See Thung-thing-hu bildet, in welchem sich die von dem Nang-schan-Gebirge herabkommenden Flüsse ergießen. Dieser See, den chines. Gelehrte als die Stelle ansehen, in welche der große Yu die Wasser der Sintflut abfließen ließ, liegt in dem Depart. Yo-Théou-fu der Provinz H. Außerdem befinden sich allein in dem Depart. Yo-Théou noch 30 kleinere Seen. Die Provinz H. ist 215555 qkm groß, enthält 9 Departements, 3 Arrondissements und 60 Kantone, außerdem 4 Arrondissements und 3 Distrikte, welche unmittelbar unter der Centralregierung des Reichs stehen, und hatte in der letzten Volkszählung 18652507 E. Hauptstadt der Provinz und eines gleichnamigen Departements ist Tschang-Scha-Fu, gelegen unter 28 12 nördl. Br. und 112° 30 57“ östl. L. (von Greenwich).