FeedCharpentier (Toussaint von)
ErdkundeBrockhaus 1882

Charpentier (Toussaint von), Berg⸗ und Hüttenmann, Sohn des vorigen, geb. 22. Nov. 1779 u Freiberg, besuchte die Bergakademie zu Freiberg, smdierte dann seit 1797 zu . die Rechte und ging 1802 als Bergsekretär nach Rreußen, wo er im Bergfache rasch emporstieg und 1810 Oberbergrat in Schlesien wurde. Im J. 1828 erfolgte seine Ernennung zum Vizeberghauptmann von Schlesien, 1830 die zum Berghauptmann und Direktor des westfäl. Bergamts in Dortmund, worauf er 1835 als Berghauptmann nach Schlesien zurückkehrte. Er starb 4. März 1847 zu Brieg. C. hat sich um die geognost. Durchforschung Schlesiens sowie um die Förderung des Berg⸗ und Hüttenwesens in dieser preuß. Provinz die größten Verdiensteerworben. Außer mehrern Schriften geognost. und bergwissenschaftlichen Inhalts lieferte er auch schätzbare Arbeiten über Entomologie. Dahin gehören besonders: Horae entomologicaer (Bresl. 1825), Libellulinae Europaeae (Lpz. 1840), und «Orthoptera (10 Hefte, . 1841—43). Auch machte er sich durch eine neue Ausgabe von Espers Werken: Die europ. Schmetterlinges (5 Tle. in 6 Bdn. nebst Suppl., Erlangen 1829 — 39) und „Die ausländischen Schmetterlinges (10 Hefte, Erlangen 1830), verdient.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 4, S. 196Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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