FeedHansen (Gust.)
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Hansen (Gust.), preuß. Abgeordneter, geb. 28. Sept. 1831, besuchte die Gelehrtenschule und das akademische Gymnasium zu Hamburg, studierte in Bonn, Berlin und Kiel zuerst Theologie, später Jura, und wurde, nachdem er zwei Jahre auf der Landvogtei zu Heide als Amtssekretär thätig gewesen, in dem dän. Ministerium t. Holstein und Lauenburg zu Kopenhagen angeste lt. Im J. 1862 übernahm er die Stelle eines Polizeimeisters und ersten Verwaltungsbeamten in Wandsbeck, wurde 1863 zur Regierung nach Plön versetzt und trat 1864, als die Herzogtümer von Dänemark getrennt worden, in die neugegründete Landesregierung zu Kiel über. Schon im Oktober desselben Run schied er aus dem unmittelbaren Staatsdienst, um die Oberinspektion über die holstein-oldenburg. Fideikommißgüter zu Lensahn zu übernehmen. Seit 1877 vertrat er im preuß. Abgeordnetenhause als Mitglied der nationalliberalen Partei den 18. schlesw.⸗holstein. Wahlkreis, bis er 1883 die Verwaltung des Landratsamts in Tondern übernahm und hierdurch seines Mandats verlustig ging.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 832Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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